Die Kunst des Zuhörens
Zuhören, Gehörtwerden, den Dialog auf Augenhöhe führen – das sind Schlagworte unserer Zeit, Leerformeln der politischen Rhetorik. Aber was heißt es, wirklich miteinander zu reden und einander zuzuhören, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, sich der Weltsicht des Anderen auszusetzen? Wie entkommt man der Neigung zur vorschnellen Verurteilung, die das Kommunikationsklima der Gegenwart vergiftet?
Der bekannte Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen zeigt, welche Mechanismen das Miteinander-Reden und Einander-Zuhören verhindern – ob im privaten Umgang, in der Öffentlichkeit oder im Angesicht von Krisen und Kriegen, von Missbrauch und Gewalt. Und er präsentiert jenseits von Fertigrezepten und Versöhnungskitsch Ansätze und Methoden, die eine neue Offenheit, tieferes Verstehen und empathisches Zuhören ermöglichen. Wie erreicht man, so lautet die Schlüsselfrage, diejenigen, die man nicht mehr erreicht?