Proschat Madani
Studium und Werdegang
Proschat Madani wurde als jüngstes von vier Kindern im Iran geboren. Mit vier Jahren kam sie über einen Umweg über die USA nach Wien, wo sie aufgewachsen ist. Sie studierte zunächst ein paar Semester Theaterwissenschaften, bevor sie sich entschied Schauspielerin zu werden. Ihre Ausbildung absolvierte sie am Konservatorium der Stadt Wien unter Prof. Elfriede Ott. Es folgten Engagements am Landestheater Tirol, am Schauspielhaus Graz, am Volkstheater, im Theater in der Josefstadt und an vielen anderen Bühnen.
Seit 2000 arbeitet sie hauptsächlich vor der Kamera. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Rolle der Polizeipsychologin Tanja Haffner in der Serie „Der letzte Bulle“ und der Rechtsanwältin Tina Mossaheb in „Die „Vorstadtweiber“. Sie hat in unzähligen Filmen und Serien mitgewirkt. Zuletzt war sie an der Seite von Caroline Peters in der Kinokomödie „What a feeling“ zu sehen.
Nach 15 Jahren in Berlin kehrte Proschat Madani 2020 wieder nach Wien zurück, wo sie mit ihrem Mann, dem Filmregisseur, Harald Sicheritz lebt. Ihre Tochter Sonja ist Kamerafrau und lebt in Berlin.
Auszeichnungen (Auswahl)
2019 erhielt sie die Romy als beliebteste Schauspielerin für Ihre Rolle der Tilia Konstantin in „Walking on Sunshine“.
Publikationen (Auswahl)
2013 hat sie ihr erstes Buch „Suche Heimat, biete Verwirrung“ herausgebracht. Darin behandelt sie das Thema „Fremdsein“ aus verschiedenen Perspektiven und kommt zu dem Schluss, dass das Gefühl des „Fremdseins“ nicht nur dem Ausländer vorbehalten bleibt, sondern uns alle betrifft.
Im September 2025 erschien ihr zweites Buch „Leben Spielen“. Darin betrachtet sie die Schauspielerei als einen Akt der größtmöglichen Annäherung: sich anderen zu öffnen, sich von ihnen infiltrieren zu lassen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Um dabei zu erfahren, dass der eigene Blick auf das Leben nur einer von vielen ist – und nicht die Wahrheit.
„Leben spielen“ ist ein Plädoyer für die Kunst des Spielens. Nicht nur auf der Bühne, vor der Kamera, sondern vor allem im Alltag, in unserer gemeinsamen Realität.