Kann man das Sterben lernen?
Eine Annäherung an den Tod ist stark geprägt von sozialen, kulturellen und spirituellen Einflüssen. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass sich das Bild des Sterbens gewandelt hat, weg von einem plötzlichen, unerwartetem Tod hin zu einem langsamen, erwartetem Sterben. Parallel dazu wird die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit mehr und mehr aus unserem Denken verdrängt.
Internationale Bestrebungen versuchen unter dem Schlagwort „Caring Communities“, oder „Sorgekultur“ dem entgegenzuwirken, und die Auseinandersetzung mit dem Sterben als etwas zu betrachten, was zum Leben gehört und seinen Platz wieder in der Mitte der Gesellschaft finden soll.
Kann man sich auf sein eigens Sterben vorbereiten, kann man Sterben üben? Stirbt ein Mensch nach einem erfüllten Leben leichter? Was gibt Halt? Was kann Palliative Begleitung anbieten? Wie beeinflußt die Sterbehilfe Debatte den Umgang mit dem Tod?
Im Vortrag wird versucht, sich diesen Fragen aus dem Blickwinkel eines Palliativmediziners zu nähern.