28. Okt. 2019

Die ersten Weltumsegelungen – kein Ergebnis von Heldentaten, sondern von Intrigen, Machtkämpfen und Meutereien

Ein Abenteuer! Ein Roman! Was war die erste Weltumsegelung doch für ein Abenteuerroman – und mit dabei war neben einem Österreicher auch ein gewisser Hannes aus Aachen, der danach noch zweimal die Erde umrundete – und dadurch der Mensch war, der dies tat. Im Herbst vor genau 500 Jahren brach Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf, ins völlig Ungewisse: um an der Südspitze Amerikas in die andere Hälfte der Erde und einen unbekannten Ozean zu gelangen.

Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei und der Qualen mehr, nur um an Nelken zu kommen und vielleicht das Goldland Ophir zu entdecken. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück, überlebten von 265 Seeleuten nur 18: darunter unser Mann, den die damaligen Chroniken allein als „Juan Aleman“ kennen. Was brachte ihn dann aber dazu, auf der zweiten Weltumsegelung anzuheuern, die 9 Jahre dauerte und von deren 500 Leuten bloß 7 zurückkehrten? Raoul Schrott ist dem Hannes hinterhergereist und entreißt ihn so dem Vergessen der Weltgeschichte. Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See so sein Leben zurück. Und er erzählt aus Hannes‘ Perspektive all die Verschwörungen, Intrigen und Machenschaften – an Bord der Schiffe, unter der Mannschaft und den Kapitänen, ebenso wie am spanischen Hof.