Univ.-Prof. Dr. Reinhard Johler

Geboren 1960 in Alberschwende/Vorarlberg/Österreich, Studium in Wien und Mailand, Stipendium für Cambridge/GB, 1986 Magisterium (Mir parlen Italiano), 1994 Doktorat (Die Formierung eines Brauches); seit 1987 als Universitätsassistent am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien beschäftigt; seit 1. März 2002 Professor am Institut für Empirische Kulturwissenschaft in Tübingen; Durchführung mehrerer Forschungsprojekte und Ausstellungen (etwa „Schönes Österreich“, 1996), Lehraufträge in Basel, Berlin, Frankfurt/M. Im Sommersemester 2004 Gastprofessur für „Anthropologie et Sociologie“ am Départment de Sciences Sociales an der Ecole Normale Superieure in Paris, von 2005-2008 Sprecher des Projektbereichs E: „Kriegserfahrungen in den Humanwissenschaften“ des Tübinger SFB 437 „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“ (http://www.uni-tuebingen.de/SFB437/); ab 2004 Prodekan der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Gutachertätigkeit u. a. für den Schweizerischen Nationalfonds und die DFG; seit 2003 gemeinsam mit Prof. Silke Göttsch (Kiel) Redaktion der „Zeitschrift für Volkskunde“ (http://www.waxmann.com/zs/zsfv.html), Mitglied des International Advisory Boards der Zeitschrift „Folklore“, wissenschaftlicher Beirat des „Ethnographischen Museums Kittsee“ und des „Donauschwäbischen Zentralmuseums“ in Ulm, Mitglied der Kommission für den „Europa-Preis für Volkskunst“ der Alfred Toepfer Stiftung, Hamburg

Schwerpunkte

Europäisierungsprozess
Wohlstandsregionen im Vergleich
Geschichte, Theorie und Perspektiven einer Europäischen Ethnologie
Vormodernes Kreditwesen

Drittmittelprojekte

Schönes Österreich. Heimatschutz zwischen Ästhetik und Ideologie (1993-1995); Finanzierung: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (gem. m. Herbert Nikitsch und Bernhard Tschofen)

Being in Europe. Eine Ethnographie Europas in Wien (2000); Finanzierung: Stadt Wien (Eigenprojekt)

Die slowenische und die österreichische Volkskunde (2001); Finanzierung: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, slowenisches Wissenschaftsministerium (Eigenprojekt)

Kriegserfahrung und die Generierung einer Wissenschaft in (Zentral)Europa: Die (nationalen) Volkskunden/Ethnologien im europäischen Vergleich (2005-2008); Finanzierung: SFB 437 -Kriegserfahrungen (Eigenprojekt)

„Wie nie zu anderer Zeit“: Ethnographie und Anthropologie in Kriegsgefangenenlagern des Ersten Weltkriegs (2005-2008); Finanzierung: SFB 437 – Kriegserfahrungen (wiss. Mitarbeiterin: Viktoriya Hryaban)

„Balkan-Expeditionen“ und die österreichische Volkskunde. Zur Erkundung des „Fremden“ und zur „Erfindung“ einer Wissenschaft; Finanzierung: SFB 437 – Kriegserfahrungen (wiss. Mitarbeiter (Christian Häußer)

Publikationen (Auswahl)

Monographien:

Die Formierung eines Brauches. Der Funken- und Holepfannsonntag. Studien aus Vorarlberg, Liechtenstein, Tirol, Südtirol und dem Trentino (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Bd. 19). Wien 2000.

Mir parlen Italiano. La costruzione sociale del pregiudizio etnico: storia dei trentini nel Vorarlberg. Trento 1996, 213 S.

Mir parlen Italiano und spreggen Dütsch piano. Italienische Arbeiter in Vorarlberg 1870 – 1914 (= Schriftenreihe der Rheticus-Gesellschaft, Bd. 21). Feldkirch 1987 (2. Aufl. 1989).

Herausgegebene Bücher:

Daheim in Europa. Formen der Europäisierung in der Region. Tübingen 2004

Kroatische Volkskunde/Ethnologie in den Neunzigern. Ein Reader (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Wien, Bd. 21). Wien 2001 (m. Jasna Capo Zmegac, Sanja Kalapos, Herbert Nikitsch).

Europäische Ethnologie an der Wende: Perspektiven – Aufgaben – Kooperationen. Bulgarisch-österreichisches Kolloquium. Referate der 1. Kittseer Herbstgespräche (= Kittseer Schriften zur Volkskunde, 12). Kittsee 2000 (m. Klaus Beitl).

Ethnische Symbole und ästhetische Praxis in Europa. Tamás Hofer zum 70. Geburtstag am 21. Dezember 1999 (= Veröffentlichungen des Instituts für Volkskunde der Universität Wien, Bd. 17). Wien 1999 (m. Herbert Nikitsch u. Bernhard Tschofen).

Schönes Österreich. Heimatschutz zwischen Ästhetik und Ideologie. Sonderausstellung vom 26. 10. – 22. 2. 1996 ( = Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde, Bd. 65). Wien 1995 (m. Herbert Nikitsch u. Bernhard Tschofen).

E-Mail:reinhard.johler@uni-tuebingen.de
Telefon:+49(0)7071/29-75448