Dragan Velikic

Geboren 1953 in Belgrad. Jugend und Matura in Pula /Istrien/.

1972 – 1976 Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft an der Belgrader Universität.
1991 – 1996 Mitarbeiter der unabhängigen Wochenzeitschrift Vreme in Belgrad
1995 – 1999 Chefredakteur des Verlagshauses vom Sender Radio B92
ab März 1999 Leben im Exil (Deutschland, Österreich, Ungarn);
ab Juni 2001 bis Juni 2002 DAAD-Gast in Berlin. Rückkehr in die Heimatstadt Belgrad.

Dazwischen und ununterbrochen eine schriftstellerische Tätigkeit.

Seit Juli 2005 bis Novembar 2010 der ausserordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Republik Serbien in der Republik Österreich
Derzeit lebt er als freier Schrfsteller in Belgrad.

Werk

Das literarische Opus umfasst: acht Romane, drei Erzählbände, vier Essaysbände. Viele davon fanden Uebersetzungen in fast allen europäischen Sprachen – am meisten in Deutsch, aber auch in Französisch, Englisch, Tschechisch, Ungarisch, Spanisch, Italienisch, Slowenisch, Niederländisch, Rusisch, Polnisch und Rumänisch. Er ist der meistübersetzte serbische Autor im deutschen Sprachraum.

Der letzte Roman Das Russiches Fenster hatte in Serbien 15 Auflagen. Velikic hat für dieses Buch den NIN und Meša Selimoviæ Preis bekommen und er wurde auch mit dem internationalen Mitteleruopa Preis für Jahr 2008. ausgezeichnet.

In Deutsch erschienen:

Via Pula (Roman) Wieser Verlag, 1991;

Das Astraghan-Fell (Roman) Wieser Verlag, 1992;

Stimme aus der Erdspalte (Essay) Wieser Verlag, 1992;

Der Zeichner des Meridian (Roman) Wieser Verlag, 1994;

Dante-Platz (Roman) Wieser Verlag, 1999 (zweite Auflage November 1999, dritte Auflage Dezember 1999);

Via Pula (Roman) Europa Erlesen, Wieser Verlag, 2000;

Der Fall Bremen (Roman) Ullstein, Berlin, 2002;

Dossier Domaszevski (Roman) Mare Verlag, Hamburg, 2004;

Lichter der Berührung (Roman), Ullstein, Berlin, 2005.

Lichter der Berührung (Roman), List, Berlin, 2006.

Das Russiche Fenster (Roman), DTV, München

Einer seiner Romane stand seinerzeit im Diskurs bei dem «Literarischen Quartett» des beruehmten deutschen Literaturkritikers Marcel Reich Ranicky.

Velikic ist Träger der Literaturpreise Milos Crnjanski (1990) und Borislav Pekic (1996), sowie Verfasser von zahlreichen literarischen bzw. politischen Artikeln und Beiträgen für verschiedene europäische Zeitschriften (u.a. für Die Zeit, FAZ, NZZ, Liberasion, La Repubblica, Frankfurter Rundschau, Die Woche, Profil, Der Standard, die Weltwoche, Lidove Noviny, Tvar ….)