20. Apr. 2026, 09:30 - 11:30 Uhr

Gut und Böse bei Rainer Maria Rilke

In der Nachfolge Nietzsches tat man sich immer schwerer, Gut und Böse zu unterscheiden. Im Mittelpunkt stand der Mensch als vielschichtiges Wesen, mit seinen ererbten und anerzogenen Belastungen und Möglichkeiten. Rilke nahm das zeitgenössische Denken über den Menschen auf und führte es mit den Mitteln der Literatur weiter. Wie wenige Autoren bekennt er sich zu einer offenen Welt, in der Gut und Böse kaum mehr zu trennen sind. Was aber folgt aus solchem Schreiben, ästhetisch und moralisch, und wie gehen wir heute mit den beeindruckenden Versen Rilkes um?