Univ.-Prof. em. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter

wurde 1942 in Breslau geboren. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Soziologie an der Universität in München. Von 1968 bis 1972 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München tätig, im Jahr 1970 beim Deutschen Bundestag.

1972 übernahm Herr Oberreuter eine Assistenz am Geschwister-Scholl-Institut. 1978 wechselte er als Professor an das Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.

Der Sächsische Wissenschaftsminister berief Prof. Oberreuter 1991 zum Gründungsdekan für Geistes- und Sozialwissenschaften an die TU Dresden. Nach zweijährigem Wirken konnte er 1993 die Philosophische Fakultät und die Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft konstituieren. Der Realisierung des Rufes auf einen Lehrstuhl für Politikwissenschaften an die TU Dresden kam die Ernennung zum Direktor der Akademie für Politische Bildung Tutzing zum 1. November 1993 zuvor.

Oberreuter ist ständiger Kommentator im Bayrischen Rundfunk und regelmäßiger Autor in mehreren Tages- und Wochenzeitungen.

Von den Mitgliedschaften und Ehrenämtern seien nur genannt: Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz, Kommission für Zeitgeschichte, Wissenschaftlicher Beirat für das Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Kuratorium des Hannah-Ahrendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen, Vorstand der Deutschen Vereinigung für Parlamentsfragen, Vorsitzender der Sektion für Politik und Kommunikationswissenschaft der Görres-Gesellschaft.

Ehrungen und Auszeichnungen: Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der TU Dresden, Officier des Palmes Academiques der Republik Frankreich, Bundesverdienstkreuz, Bayrischer Verdienstorden, Bayrische Verfassungsmedaille in Gold u.a.

Ausgewählte Publikationen:

  • Parlament und Regierung. Ein Vergleich dreier Regierungssysteme (mit Emil Hübner), München 1977.
  • Notstand und Demokratie. Vom monarchischen Obrigkeits- zum demokratischen Rechtsstaat, München 1978 (zugleich Dissertation).
  • Übermacht der Medien. Erstickt die demokratische Kommunikation?, Zürich/Osnabrück 1982.
  • Parteien zwischen Nestwärme und Funktionskälte, Zürich/Osnabrück 1983.
  • Stimmungsdemokratie. Strömungen im politischen Bewußtsein, Zürich/Osnabrück 1987.

Herausgeberschaften:

Der Bundestag von innen gesehen. 24 Beiträge (mit Emil Hübner und Heinz Rausch), München 1969.

Parlamentarische Opposition – Ein internationaler Vergleich, Hamburg 1975.

Pluralismus. Grundlegung und Diskussion, Opladen 1980. Machtverfall und Machtergreifung. Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus (mit Rudolf Lill), München 1983 (2. Aufl. 1986).

Parteien in der Bundesrepublik Deutschland (mit Alf Mintzel), München 1990 (2. Aufl. 1992).

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