Univ.-Prof. Dr. Nico Stehr

Professor Dr. Nico Stehr, Inhaber des Karl-Mannheim-Lehrstuhls für Kulturwissenschaften an der Zeppelin Universität, ist in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste berufen worden. Gewürdigt werden damit Stehrs herausragende Leistungen als Gesellschaftstheoretiker, Wissenssoziologe und in der Klimawandelfolgenforschung.

„Es ist mir eine Freude und Herausforderung zugleich“, kommentiert Stehr die Auszeichnung. Die feierliche Aufnahme wird während des Festplenums der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste Anfang März in Salzburg erfolgen. Stehr wird dann Mitglied des Bereichs Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der derzeit 192 Mitglieder zählt, darunter 39 deutsche wie die Verfassungsrechtler Paul Kirchhof und Udo Di Fabio sowie der Soziologe Meinhard Miegel. Insgesamt weist die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste sieben Teilbereiche auf: neben den Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sind es ferner die Geisteswissenschaften, Humanmedizin, Künste, Naturwissenschaften, Technologie- und Umweltwissenschaften sowie Weltreligionen. Insgesamt hat die 1990 gegründete Akademie rund 1200 Mitglieder aus zwei Dutzend Ländern, darunter auch Papst Benedikt XVI. und 29 Nobelpreisträger wie Harald zur Hausen (Medizin), Theodor W. Hänsch (Physik) und die Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel und Michael Gorbatschow.

Stehr kam 2004 von der renommierten University of British Columbia in Vancouver, Kanada, an die ZU. Zuvor hatte er mehr als ein Vierteljahrhundert lang als Professor für Soziologie die halbe nordamerikanische Wissenschaftslandschaft dieses Faches kennen gelernt, war zehn Jahre lang in den unterschiedlichsten renommierten Forschungsinstituten und Universitäten Europas als Gastprofessor aktiv, unter anderem in München, Wien und Zürich. Gelehrt hat er zudem in Südafrika, China und Schweden. Stehr ist Mitglied der Royal Society of Canada – die höchste Auszeichnung, die in Kanada an Gelehrte verliehen wird. Ferner war er Mitglied des Expertengremiums „Global Governance of Science“ der Europäischen Kommission und ist seit fünf Jahren Mitglied der Verbraucherschutzkommission Baden-Württemberg.