Univ.-Prof. Dr. Heinz Barta

geboren 1944 in Aurolzmünster (Oberösterreich).

Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck. Nach Absolvierung einer Gerichts- und Versicherungspraxis begann er 1967 seine Tätigkeit am Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck bei Prof. Franz Gschnitzer. Im Rahmen eines Stipendiums der deutschen Max-Planck-Gesellschaft verbrachte er von 1975 bis 1978 einen Studienaufenthalt am Institut für Internationales und Vergleichendes Sozialrecht in München. 1981 habilitierte sich Barta mit einer Arbeit zum Thema „Kausalität im Sozialrecht“ (zwei Bände, Berlin 1983) und erhielt die Venia Docendi für das Fach Bürgerliches Recht samt dessen Bezügen zum Sozialrecht sowie Rechtstatsachenforschung. Seit 1983 ist er Universitätsprofessor am Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck.

Barta befasste sich auch mit Fragen des österreichischen Wohnrechts und warb für den Gedanken der Mitbestimmung im Wohnungseigentums- und Mietrecht.
In den vergangen 15 Jahren beschäftigte sich Barta eingehend mit der Kodifikationsgeschichte des ABGB und ein weiterer Schwerpunkt betraf das Altenrecht, wozu ein Gesetzentwurf für ein Heimvertragsgesetz vorgelegt wurde und das Medizinrecht, das in Vorlesungen und Publikationen behandelt wurde. Darüber hinaus war er mit Kollegen (insbesondere Prof. Ch. Faistenberger) federführend an der Neuauflage des Franz-Gschnitzer Lehrbuchs beteiligt und ist Herausgeber mehrerer eigener Lehrbücher, zuletzt: ‚Zivilrecht. Grundriss und Einführung in das Rechtsdenken’ (Wien, 2004²; Print- und Internetversion).

Barta gibt die Reihe ‚Recht und Kultur’ im LIT-Verlag (Berlin/Wien) heraus, in der sechs Bände erschienen und weitere geplant sind. Zusammen mit Prof. M. Ganner und Mag. H. Lichtmannegger gibt er die Reihe ‚Rechtstatsachenfor­schung – Heute’ heraus, in der bisher drei Bände publiziert wurden. Zur Rechtstatsachenforschung finden jährliche Tagungen statt, die den Kontakt der Rechtswissenschaft zu den Sozialwissenschaften pflegen.

Seit 2004 veranstaltet Barta die Tagung ‚Lebend(ig)e Rechtsgeschichte’, nunmehr gemeinsam mit Prof. R. Rollinger und Dr. Martin Lang (beide Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik). Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Barta am Thema „’Graeca non leguntur?’ – Zu den Ursprüngen des europäischen Rechts im antiken Griechenland“. Der erste Band des auf vier Bände angelegten Werkes ist im Frühjahr 2010 erschienen, Band II (in zwei Teilbänden) Ende 2012, Band III/1 im Mai 2014. Im Dezember 2011 wurde erstmals der von Barta ins Leben gerufene Preis für ‚Antike Rechtsgeschichte’ vergeben.