PD Dr. Werner Tschacher

Geboren 1963 in Aachen

Studium der Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Köln und Aachen; Promotion 1997; Habilitation und Lehrbefugnis für Mittlere und Neuere Geschichte 2009

1997 – 1998 wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Geschichte des Strafrechts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (DFG-Projekt zur Neuübersetzung des Malleus Maleficarum, Hexenhammer, aus dem Lateinischen)

1999 – 2001 Ausstellungstätigkeit und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte der RWTH Aachen

2002 – 2004 Forschungsstipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung (Düsseldorf)

2003 – 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte des Historischen Instituts der RWTH Aachen

2010 – 2015 Freier wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator am Centre Charlemagne. Neues Stadtmuseum Aachen

seit 2016 Akademischer Oberrat für Geschichte in Praxis und Beruf am Historischen Institut der Universität zu Köln.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte:
Erinnerungskultur, Herrschaftsgeschichte, Stadtgeschichte, spätmittelalterliche Dämonologie und Hexenverfolgungen.

Publikationen (Auswahl)

  • Mit dem Teufel im Bunde. Verschwörungstheorien im hohen und späten Mittelalter, in: Stiftung Kloster Dalheim. LWL Landesmuseum für Klosterkultur (Hg.): Verschwörungstheorien – früher und heute. Katalog zur Sonderausstellung der Stiftung Kloster Dalheim. LWL Landesmuseum für Klosterkultur, 18. Mai 2019 bis 22. März 2020, Münster 2019, S.
    30-36
  • Zauberei- und Hexereiprozesse. Der Fall Aachen (1598-1649), in: AKV Sammlung Crous (Hg.): Recht und Unrecht – 1200 Jahre Justiz in Aachen, Aachen 2015, S. 62-71
  • Von der Gotteslästerung zur Störung des öffentlichen Friedens. Grenzverschiebungen in der Geschichte der Blasphemiegesetzgebung, in: Andreas Fickers / Rüdiger Haude / Stefan Krebs / Werner Tschacher (Hg.): „Jeux sans frontières?“ Grenzgänge der Geschichtswissenschaft. Festschrift für Armin Heinen zum 65. Geburtstag, Bielefeld 2017, S. 285-295
  • Die Zauberei- und Hexereiprozesse in der Reichsstadt Aachen im Kontext. Forschungsbilanz und Neuansätze, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 113/114 (2011/2012), S. 113–174
  • Der „Malleus Maleficarum“ (1486) des Heinrich Kramer als Vorlage für die Hexereibestimmungen im Laienspiegel, in: Andreas Deutsch, im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Hg.): Ulrich Tenglers Laienspiegel. Ein Rechtsbuch zwischen Humanismus und Hexenwahn, Heidelberg 2011, S. 327–352
  • Vom Feindbild zur Verschwörungstheorie: Das Hexenstereotyp, in: Ute Caumanns / Mathias Niendorf (Hg.): Verschwörungstheorien. Anthropologische Konstanten – historische Varianten, Osnabrück 2001, S. 49–74
  • Der Flug durch die Luft zwischen Illusionstheorie und Realitätsbeweis. Studien zum sog. Kanon Episcopi und zum Hexenflug, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 116, Kan. Abt. 85 (1999), S. 225–276
  • Heinrich Kramer (Institoris), Der Hexenhammer. Malleus Maleficarum. Neu aus dem Lateinischen übertragen von Wolfgang Behringer, Günter Jerouschek und Werner Tschacher. Herausgegeben und eingeleitet von Günter Jerouschek und Wolfgang Behringer, München [2000] 12. Aufl. 2017
  • Der Formicarius des Johannes Nider von 1437/38. Studien zu den Anfängen der europäischen Hexenverfolgungen im Spätmittelalter, Aachen 2000