Paul Chaim Eisenberg

Paul Chaim Eisenberg (geboren 1950 in Wien) war von 1983 bis Juni 2016 Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Eisenberg stammt aus einer Rabbinerfamilie. Er war aktives Mitglied bei den Bne Akiwa und übernahm Aufgaben im Jugendbereich. Er studierte zwei Semester Mathematik und Statistik an der Universität Wien. Danach absolvierte er ein Rabbinatsstudium in Jerusalem. Nach dem Tod seines Vaters Akiba Eisenberg im Jahre 1983 übernahm er das Amt als Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Seit 1988 ist Eisenberg auch Oberrabbiner des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs.

Neben seiner Funktion als Oberrabbiner tritt er auch immer wieder als Sänger auf, etwa beim jährlichen KlezMore-Festival und dem Kantorenkonzert in Wien. Im Jahr 2001 brachte er in Zusammenarbeit mit dem ORF unter dem Titel As der Rebbe lacht eine CD mit jiddischen Liedern und chassidischen Weisen und Erzählungen heraus.

Ehrungen

2001: Berufstitel Professor durch Bundespräsident Thomas Klestil

2010: Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich

2013: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

 

Publikationen (Auswahl):

  • Ist Jesus die Brücke für das Gespräch zwischen Juden und Christen? (IDCIV-Vorträge; Bd. 8). Informationszentrum im Dienste der Christlich-Jüdischen Verständigung, Wien 1984
  • Einführung in den Talmud (IDCIV-Vorträge; Bd. 11). Informationszentrum im Dienste der Christlich-Jüdischen Verständigung, Wien 1985
  • Mit Evelyn Adunka: Erlebnisse eines Rabbiners: Geschichte und Geschichten. Molden Verlag, Wien 2006
  • Auf das Leben! Christian Brandstätter Verlag, Wien 2017