KR Karlheinz Essl

Geboren 1939 in Hermagor in Kärnten

Ausbildung und Werdegang

Besuch der Handelsschule in Graz
Aufenthalte in der BRD, der Schweiz und den USA
1959 Einstieg in das Unternehmen des Schwiegervaters, Firma Schömer in Klosterneuburg (Handel mit Mineralölen und Baustoffen)
1973 Aufbau des Baustoffhandels und Gründung der Schömer L+S Transportbeton Werke
1975 übernimmt Karlheinz Essl das Unternehmen, Einstieg in die Do-it-yourself-Branche
1976 in Kindberg der erste bauMax-Baumarkt

Durch die Übernahme des Unternehmens stehen Karlheinz Essl in der Folge größere Ankaufsbudgets für den Aufbau einer Kunstsammlung zur Verfügung. Das Sammlerehepaar Karlheinz und Agnes Essl stellt erste Kontakte zu österreichischen Künstlern wie Arnulf Rainer und Hermann Nitsch her. Intensivierung der Sammlertätigkeit in den 80er Jahren.

1987 Errichtung des Schömer-Hauses in Klosterneuburg durch Architekt Heinz Tesar. Das Haus ist zentrales Verwaltungsgebäude sowie als Galerie für die Kollektion österreichischer Gegenwartskunst der Sammlung Essl konzipiert. Kunst und Wirtschaft werden in diesem Verwaltungsgebäude harmonisch miteinander verbunden.
In der zentralen Halle des Schömer-Hauses finden zahlreiche Wechselausstellungen aus der Sammlung statt, z. B. Personalen zu Arnulf Rainer, Max Weiler, Günter Brus oder Zoran Music.

seit 1990 Erweiterung der Sammlungstätigkeit um ausländische Kunst
1991 erste Ausstellung der Sammlung im Kunstforum Wien statt: „Das Jahrzehnt der Malerei“.
Es folgt verstärkte Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland: Wanderausstellungen mit Stationen in den USA, Mexiko, Lissabon, New Dehli, Krakau, Passau und Aix-en-Provence.
1995 Ausstellung im Künstlerhaus Wien „Malerei in Österreich. 1945 – 1995“
1995 Auszeichnung ‚WU-Manager des Jahres‘
1998 Spatenstich für das von Heinz Tesar geplante „Museum der Sammlung Essl“ in Klosterneuburg bei Wien: „SAMMLUNG ESSL – Kunst der Gegenwart“
1999 Kommerzialrat Karlheinz Essl übergibt den Vorstandsvorsitz der bauMax AG an seinen Sohn, KR Martin Essl, und übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrates.
1999 Eröffnung des Essl Museums in Klosterneuburg/Wien
Die Eröffnungsausstellung „the first view” wird von Rudi Fuchs (Direktor Stedelijk Museum Amsterdam) kuratiert und gibt erstmals einen Überblick über den internationalen Part der Sammlung.

Sammlungsschwerpunkt: Kunst nach 1945 in den Medien Malerei, Skulptur, Fotografie, Video.

2004 – 2016 vergibt die Sammlung Essl in Zusammenarbeit mit bauMax den Kunstpreis „Essl Award for Central and Eastern Europe“, der sich der Entdeckung junger künstlerischer Talente in den Ländern Kroatien, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Kroatien widmet. Der Essl Award wurde alle 2 Jahre mit dem Ziel verliehen, Künstlerinnen und Künstler am Beginn ihrer Kariere zu fördern und den PreisträgerInnen in einer gemeinsamen Ausstellung im Essl Museum eine Werkpräsentation in internationalem Rahmen zu ermöglichen.

2008 betreibt bauMax über 137 Baumärkte in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien

2014 erwirbt Hans Peter Haselsteiner die Mehrheit an der Kunstsammlung

2016 wird der Museumsbetrieb in Klosterneuburg aus finanziellen Gründen eingestellt

2017 wird die Sammlung Essl offiziell der ALBERTINA Wien übergeben

In einem ersten Schritt wurde die Sammlung Essl der ALBERTINA vorerst als Dauerleihgabe bis 2044 übergeben. Sämtliche Rechte – von der Präsentation bis zur Verleihung und Publikation – gehen an die ALBERTINA über: Sie ist in allen museologischen Entscheidungen vollkommen unabhängig und frei. Im Gegenzug übernimmt die ALBERTINA die Verpflichtung, die Sammlung konservatorisch optimal zu verwahren, angemessen zu zeigen und wissenschaftlich weiter zu bearbeiten.