16. Okt. 2017

Vom türkischen Frühling der Gezi Park-Rebellion (2013) zum türkischen Winter des Ein-Mann-Staates unter Erdogan (2017)

Die Gezi Park-Proteste (2013) waren für viele Türkei-Interessierte ein Hoffnungsschimmer in der zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit einem immer autoritärer agierenden türkischen Staat. Doch durch die blutige Niederschlagung des Aufstands hat sich die Zuversicht auf eine Demokratisierung der Türkei wieder nicht erfüllt. Vielmehr wurden mit dem Verfassungsreferendum vom 16. April 2017 die Weichen für ein repressiv-autokratisches Herrschaftssystem unter Staatspräsident Erdogan gelegt. Mit dem „Marsch für Gerechtigkeit“ von Ankara nach Istanbul (Juli 2017) keimte allerdings erneut Optimismus in der türkischen Opposition auf. Sie bewies mit dieser friedlichen Protestform, dass sie ihren Widerstand gegen das Erdogan-Regime nicht so leicht aufgeben wird. Gibt es also Hoffnung für die Türkei oder wird das Land noch weiter unter den politischen Druck von Staatspräsident Erdogan geraten?

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